4 Tipps für Aktivurlaub in Mecklenburg-Vorpommern

Wo geht’s hier zum Wasser?

Aktivurlaub – Perspektivenwechsel in Mecklenburg-Vorpommern: unsere besten Tipps für Wassersportler und Wanderer

1.

Segeln – Mit dem Wind von Insel zu Insel

Der Hafen von Warnemünde während der Hansesail © Joachim Negwer

Große Freiheit auf dem Wasser – Segler finden unzählige tolle Reviere auf der Ostsee und den Seen. Mecklenburg-Vorpommern hat moderne Marinas, viele Bootsverleihe und Segelschulen. Eindrucksvoll ist etwa ein Törn entlang der Inseln Hiddensee, Rügen und Usedom. Auch auf der Müritz, dem größten deutschen Binnensee, kann man gut Törns unternehmen. Maritime Highlights sind die Warnemünder Woche, die Hanse Sail in Rostock oder die Müritz Sail in der Mecklenburgischen Seenplatte.

Einfach mal mitsegeln? Viele Segelschulen bieten Törns mit Skippern an.

2.

Stand Up Paddling – Aufrecht übers Wasser

Standup Paddler Im Sonnenuntergang © Adobe Stock - mmphoto
Standup Paddler Im Sonnenuntergang © Adobe Stock - mmphoto

Die Trendsportart heißt SUP, was für „Stand Up Paddling“ steht – zu Deutsch also: auf dem Surfbrett stehen und paddeln. Keine Angst: So leicht fällt man dabei gar nicht ins Wasser! Früher war SUP nur ein Zeitvertreib für Surfer bei Flaute, mittlerweile ist ein In-Sport für junge Leute und Familien daraus geworden.

An der Ostsee zeigen Könner, dass mit dem Paddel in der Hand auch Wellen kein Problem sind. Aber die wahre Stärke spielt das SUP im Binnenland aus. Man fährt lautlos, hat kaum Tiefgang und entdeckt mit dem Brett selbst verschwiegenste Buchten, in die Boote nicht fahren können. Schöne Nebeneffekte: Man sieht im Stehen viel besser, was im Wasser los ist, kann prima Fische beobachten. SUP ist zudem ein perfektes Workout an der frischen Luft. Fast alle Surfschulen bieten Leihbretter und Kurse für Anfänger an. Ab etwa 8 bis 10 Jahren ist der Sport auch für Kinder geeignet.

3.

Kiten & Surfen – Kleine Welle am Haff

Surfer und Kitesurfer am Darß © Joachim Negwer
Surfer und Kitesurfer am Darß © Joachim Negwer

Wind und Wellen – mehr brauchen leidenschaftliche Surfer und Kiter eigentlich nicht fürs Urlaubsglück. Die breite Palette an Spots macht Mecklenburg-Vorpommern zum wahren Surfparadies. Für Anfänger bieten die ruhigen, flachen Bodden- und Haffgewässer sowie die mittelgroßen Seen ideale Bedingungen. Cracks begeistern das offene Meer und die bewegten großen Seen wie die Müritz. Die Kiter, die sich mit einem Drachen und Mini-Surfbrett übers Wasser ziehen lassen, sind vielerorts schon zahlreicher als die Surfer. Dank ausgereiftem Material ist Kiten kein Extremsport mehr. Hüfthohes Wasser erleichtert den Anfang. Gute Reviere gibt es an der Ostseeküste massenhaft, etwa am Salzhaff bei Pepelow oder bei Thiessow auf dem Mönchgut am südöstlichen Zipfel der Insel Rügen.

Auch eine besondere Form des Wellenreitens gibt es: Fährwellen­surfen. Wenn die Fähren in Warnemünde zum Terminal fahren, liefern sie für 15 bis 20 Minuten die perfekte Welle – nach Fahrplan.

4.

Wandern – Dahinter glitzert die Ostsee

Steilufer und die Kreidefelsen an der Ostküste zwischen Sassnitz und Lohm © Joachim Negwer
Steilufer und die Kreidefelsen an der Ostküste zwischen Sassnitz und Lohm © Joachim Negwer

Wege zum Wasser: Die Landschaften Mecklenburg-Vorpommerns haben sich zu Wanderparadiesen entwickelt – den begehr­testen im deutschen Flachland. Drei der 14 deutschen Nationalparks liegen hier, dazu drei Biosphärenreservate und sieben Naturparks. Hinter jedem Hügel wartet eine neue Szenerie – ein glitzernder See, ein Fluss oder das Meer.

Eine Route ist besonders beliebt: Der Hochuferweg Rügen gehört zu den spektakulärsten Wanderzielen in Deutschland. Weiße Kreidefelsen, urwüchsiger Buchenwald und atemberaubende Blicke auf das bis zu 118 Meter tiefer liegende, blaue Meer. Startpunkt ist Sassnitz. Vorbei geht‘s an der Piratenschlucht, dann weiter zur Victoria-Sicht. Von dort hat man einen wunderbaren Blick auf den Königsstuhl, den bekanntesten Felsen Rügens. Im Nationalpark-Zentrum Königsstuhl informieren Ranger über Tiere und Pflanzen. In Lohme schließlich endet die 13 Kilometer lange Wandertour.

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