Rebellen in Flanderns Küchen

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Die Liebe zum guten Essen und zum Genuss liegt den Einwohnern Flanderns im Blut. Ob in der heimischen Küche, im Food Truck auf der Straße oder im edlen Sterne-Restaurant – überall zaubern talentierte Köche aus heimischen Produkten wahre Meisterwerke. Berühmt-berüchtigt für ihre mutigen kulinarischen Kreationen und außergewöhnlichen Arten der Zubereitung sind Flanderns Kitchen Rebels. Die „jungen Wilden“ brechen mit dem Klischee von piekfeinen Kellnern und winzigen Portionen für viel Geld in edlen Gourmet-Restaurants und beweisen, dass es auch anders geht. Sie bieten hervorragende Küche und tolle Geschmackserlebnisse in lässig-gediegenem Ambiente zu erschwinglichen Preisen.

Seit ein paar Jahren wächst der Kreis dieser jungen flämischen Spitzenköche, die aus den besten Kochschulen des Landes kommen – hoch engagiert und voller Kreativität kümmern sie sich kein bisschen um althergebrachte Konventionen der Haute Cuisine. Um zum erlesenen Kreis der Kitchen Rebels zu zählen, dürfen die Köche übrigens nicht älter sein als 35 Jahre. Rund 60 meisterhafte junge Kochkünstler gehören dazu, fünf von ihnen stellen wir euch hier vor.

1. Antwerpen: Nathan van Echelpoel – “Nathan”

Nathan van Echelpoel © VisitFlanders

Der Koch: Sein Handwerk lernte Nathan in diversen Sterne-Restaurants. Großen Eindruck bei ihm hinterließen seine Jahre im L’épicerie du Cirque in Antwerpen, dem Hof van Cleve in Kruishoutem und dem De Pastorale in Rumst. All diese Stationen prägten seine kulinarische Handschrift. Da der Kitchen Rebel selbst „nicht mit Hummern, sondern mit Armen Rittern aufgewachsen“ ist, möchte er in seinem Restaurant auch jungen Leuten die Möglichkeit geben, außergewöhnlich gut zu essen – zu einem angemessenen, erschwinglichen Preis.

Sein Küchenstil: Nur wenige Zutaten, die aber von erlesener Qualität und raffiniert zubereitet – so entstehen Nathans Gerichte. Sein absoluter Favorit: Langustinen, hierzulande besser bekannt als Kaisergranat oder auch als Norwegischer Hummer. Altbekanntes verwandelt der Kitchen Rebel mit handwerklicher Perfektion in überraschende Kreationen, modern interpretiert und gekonnt mit asiatischen Einflüssen versetzt.

Das Restaurant: Es trägt denselben Namen wie der Koch, liegt in Antwerpens Lange Koepoortstraat und folgt dem Küchenstil des Chefs. Die Einrichtung ist modern, schlicht und dennoch gemütlich. Im „Nathan“ erwarten euch erlesene Geschmackserlebnisse, die dennoch bodenständig sind. Mehr Infos zu Nathan und seinem Lokal findet ihr hier.

Highlights der Stadt: Antwerpener lieben es, gut zu essen und zu trinken und nehmen sich gerne Zeit dafür. Kleine Cafés und viele kulinarische Events prägen im Sommer die Stadt. Nicht ganz so fein, aber ebenfalls lecker sind das Bier und die Fritten, für die Antwerpen bekannt ist. Neben den lokalen Spezialitäten gibt’s in der Stadt natürlich noch einige Highlights mehr, etwa das Museum aan de Stroom, den Zoo, die Liebfrauen-Kathedrale und den Grote Markt. 

2. Brügge: Gregory Slembrouck – “Le Mystique“

Gregory Slembrouck © VisitFlanders

Der Koch: Regionale Produkte aus dem Brügger Umland, verfeinert mit den Aromen der asiatischen Küche und serviert in einem aristokratischen Brügger Stadthaus – das ist die Welt von Chefkoch Gregory Slembrouk. Sein Traum ist es, einmal nach Asien zu fliegen, denn obwohl er diese Küche liebt und nur zu gerne mit ihren Aromen experimentiert, war er noch nie dort. Eine weitere Leidenschaft hegt Gregory für Gin, den er eifrig zu Hause sammelt. Ab und an baut er ihn natürlich auch in seine Gerichte ein.

Sein Küchenstil: Im Restaurant „Le Mystique“ serviert der Kitchen Rebel überraschende Kombinationen wie gegrillten Thunfisch mit orientalischer Vinaigrette oder Flan aus Wasabi mit einer Variation von Karotten. Er kombiniert einheimische Spezialitäten mit den Aromen der asiatischen Küche und überrascht so seine Gäste immer wieder aufs Neue. 

Das Restaurant: Das „Le Mystique“ ist das Restaurant des Relais & Châteaux Hotel Heritage, das zu den besten Luxus-Boutiquehotels in Flandern gehört. Es befindet sich in einer prunkvollen Brügger Stadtvilla aus dem Jahr 1869. Obwohl das Restaurant ins Hotel integriert ist, ist es für Jede und Jeden geöffnet. 32 Gäste finden in den herrschaftlichen Räumen mit hohen, stuckverzierten Decken und Flügeltüren Platz. Mehr Infos zum Restaurant gibt es hier.

Die Highlights der Stadt: Nur wenige Schritte vom Restaurant entfernt befindet sich der Brügger Marktplatz. An der Stirnseite wird er vom alles überragenden Belfried beherrscht. In seinem Schatten könnt ihr gemütlich in einem der Cafés sitzen, eine belgische Waffel essen und den Trubel ringsum genießen. Danach kann man von hier aus die ganze Stadt bequem zu Fuß erkunden – den Rozenhoedkaai etwa, den Beginenhof, das Hanseviertel, die Liebfrauenkirche und die vielen Brügger Grachten. 

3. Brüssel: Laure Genonceaux – „Brinz’l”

Laure Genonceaux © VisitFlanders

Die Köchin: Dass die junge Küchenchefin Laure Genonceaux ihr Restaurant Brinz’l in Brüssels Vorort Uccle eröffnet hat, liegt vor allem daran, dass sie hier aufgewachsen ist. Ihre Leidenschaft fürs Kochen kam früh. Ihr Handwerk hat Laure in großen Häusern wie Le Gril aux Herbes d’Even, Le Fourneau und Chez Bonbon** gelernt, und ihr Talent brachte ihr mittlerweile den Titel „Lady Chef of the Year“ ein. Laure hat mauritische Wurzeln, ist kreativ und ehrgeizig, talentiert und bescheiden zugleich.

Ihr Küchenstil: Auf der Karte ihres Restaurants findet ihr Einflüsse der mauritischen, der kreolischen und der französischen Küche. Die kombiniert Laure mit flämischen Produkten, mischt Deftiges mit Zart-Würzigem und Süßes mit Herb-Salzigem – ein Genuss für Gaumen und Augen.

Das Restaurant: Bis dato gab es in Uccle, der recht durchschnittlichen Wohngegend vor den Toren Brüssels, nur ein überschaubares Angebot an Lokalen und Möglichkeiten zum Ausgehen. Genau das wollte Laure ändern. Ihr Restaurant ist schon ein bisschen feiner, aber nicht abgehoben – ein Lokal für Jeden und Jede, egal, woher er oder sie kommt. Nur zehn Monate nach der Eröffnung wurde Laure in den Guide Michelin aufgenommen. Und ihre Gäste lernen schnell, dass gutes Essen furchtbar glücklich machen, aber kein Vermögen kosten muss. Mehr Infos zum Restaurant findet ihr hier.

Die Highlights der Stadt: Der Stadtteil Uccle ist per U-Bahn nur wenige Minuten von Brüssels Sehenswürdigkeiten entfernt. Dreh- und Angelpunkt der City ist der Grand Place samt gotischem Rathaus, der schon seit 1998 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. In den Cafés und Restaurants rund um den Platz könnt ihr unter den vielen Bieren des Landes wählen. Beim anschließenden Stadtbummel solltet ihr folgende Highlights auf keinen Fall verpassen: den Brüsseler Stadtwald, den Königspalast, das Comic-Museum, das Atomium und das Europaviertel.

4. De Haan: Benny van Torre – “Markt XI“

Benny van Torre © VisitFlanders

Der Koch: Benny van Torre ist Sohn eines Fischers. Kein Wunder also, dass er eine Schwäche für Zutaten aus der Nordsee hegt. Vor allem Krabben und die grauen Shrimps haben es ihm angetan: „Graue Shrimps, wie wir sie kennen, gibt es nirgendwo sonst auf der Welt und darauf können wir stolz sein”, sagt er. 25 Jahre lang hat sein Vater als Fischer gearbeitet, und sein Bruder tut es heute noch.

Sein Küchenstil: Bennys Gerichte sind wahre Kunstwerke auf dem Teller, auch wenn sie in der Karte oft einfach klingen. Geschmacklich hat er es gern pur: „Wozu alles mit Gewürzen überdecken, wenn die Produkte an sich schon toll schmecken?“ Regelmäßig ändert Benny mit seinem Team das Menü. Bis zu sechs Wochen tüfteln die Köche an neuen Aromen und Geschmäckern, bis die Gerichte perfekt sind. So entsteht zum Beispiel Geräucherter Aal mit einer Creme aus Estragon, Rhabarbergranité, mariniertem Apfel und Radieschen.

Das Restaurant: Sein Lokal in De Haan ist klein, aber fein. 25 Gäste können maximal an einem Abend das Essen genießen und das Team in der offenen Küche bei der Arbeit beobachten. Die Einrichtung spiegelt Bennys Küchenstil wieder: hell, klar und ohne Schnickschnack. Mehr Informationen zum Restaurant findet ihr hier.

Highlights der Stadt: Der Ort nördlich von Ostende ist einer der schönsten der Küste, vor allem wegen des markanten Architekturstils. Stolze Fachwerkgiebel, verschnörkelte Tore und kleine Balkone zieren die Häuser, vor allem im bekannten Viertel „Concessie“. In diesem Quartier findet ihr besonders viele Villen im romantischen Stil der Belle Époque. Der berühmteste Bewohner De Haans war Albert Einstein (1879–1955), der 1933 nach seiner Flucht aus Deutschland sechs Monate lang hier lebte. 

5. Gent: Kim De Visschere – „Roots“

Kim De Visschere © VisitFlanders

Der Koch: Das ganze Chichi in den Sterne-Restaurants war ihm auf Dauer zu viel. Deshalb betreibt Kim heute in einem der verwinkelten Gässchen des Altstadtviertels Rebellion im besten Sinne. Anstatt schnörkeliger Deko gibt’s bei ihm Erstklassiges auf den Teller, nicht mehr und nicht weniger. Die Stadt fasziniert den Wahl-Genter wegen ihrem „Spirit“, den viele junge Kreative hier einbringen, Künstler, Musiker und eben auch Köche.

Sein Küchenstil: Die Grundlage für Kims Küche bilden regionale und saisonale Produkte mit dem Fokus auf Obst und Gemüse. Fleisch und Fisch spielen eigentlich nur eine Nebenrolle. Serviert werden fein angerichtete, kulinarisch raffinierte Gerichte, die aber zugleich absolut bodenständig sind – zu einem fairen Preis. Ganz ehrliches, gutes Essen eben. 

Das Restaurant: Roots heißt das Lokal des Kitchen Rebels, und hier geht es neben dem Essen hauptsächlich darum, eine gute Zeit mit netten Leuten zu haben. Um das Wesentliche also. Deshalb ist auch die Einrichtung des Restaurants auf das Wesentliche reduziert und dennoch stylisch. Auf der Terrasse im Backstein-Hinterhof könnt ihr im Sommer euer Menü in der Sonne genießen oder im Lounge-Bereich euren Aperitif nehmen. Mehr Infos zum Roots findet ihr hier.

Highlights der Stadt: Gent ist unter anderem für seine vielen vegetarischen und veganen Restaurants bekannt. Sie liegen in der ganzen Stadt verteilt, sodass es nie weit zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten ist. Dazu gehören zum Beispiel die Grafenburg, die Gras- und Korenlei, der Genter Altar und der Alte Beginenhof St. Elisabeth.

In Flandern gibt es viele weitere Kitchen Rebels, jeder betreibt auf seine Weise die Genuss-Revolte – weitere Adressen und Infos findet ihr hier.